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| Speakers’ Corner ... gibt es nicht nur im Hyde Park in London sondern auch hier. |
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Themen-Optionen | Ansicht |
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#1
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Über die Verführung von Engeln
Zitat:
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#2
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Schöner Reim, aber inhaltlich kann ich das gar net willkommen heißen http://www.cheesebuerger.de/images/s...boese/h022.gif
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#3
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und das ist wirklich von Brecht?
mhhh na dann! ne also der inhalt gefällt mich auch nicht soo |
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#4
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Oh man. Das wäre jetzt auch meine Frage gewesen, ob das wirklich von Brecht is..
ICh dachte der Titel birgt was schönes.. Naja, nicht so mein Geschmack von Gedichten |
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#5
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Ungebildetes Volk
![]() Ich kenn zwar das Gedicht, aber was mir bisher nie aufgefallen war - gehts da eigentlich um Verführung oder nicht schon eher fast um Vergewaltigung? Oder geraubte Unschuld, deshalb Engel. |
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#6
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Es reizt zwar...
Aber auch für einen Engel würde ich nicht untreu. Kenne das Gedicht auch schon ein Weilchen. Weiß aber gerade nicht, wo es mir das erste mal begegnet ist. *grübel* |
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#7
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Der letzte Absatz ... genial, einfach genial! Musste lachen. Am Anfang war ich auch etwas ... hmmm ... pikiert, aber seit dem humorvollen Ende nehm ich das Gedicht dann doch nicht wirklich ernst. Ist auf jeden Fall mal was Anderes - und zeigt uns, welch derbe Literatur es auch schon damals gab
![]() Ich weiß nicht, natürlich könnte man jetzt noch stundenlang was dazu sagen ... es interpretieren - aber wir sind ja nicht mehr in der Schule Ich finde, man kann das durchaus auch so für sich stehen und wirken lassen.
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#8
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Aber dafür sind wir im philosophie Forum, deshalb denke ich das es angebracht ja sogar vom Threadersteller erwünscht ist das wir drüber diskutieren und es interpretieren ;P
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#9
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Dann fang mal an...
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#10
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Ok...
Einfach mal nen Schuß ins blaue... Brecht beschreibt hier den "korrekten" Umgang mit einer Frau. Beziehungsweiseden Sex mit ihm. Man kann aus seinen Formulierungen erkennen das er der Meinung ist das Mann der dominante Part sein soll. Der zueinem sich von der Frau nimmt was er will, da sie sonst herum zetern würde, diskutieren und Mann nicht zu seinem Ziel kommen würde. Mann soll der Frau sagen was man will, sie anleiten und wenn sie vielleicht anfangs nicht ganz zufrieden mit der Situation ist soll man sie beruhigen und es ihr dafür gleich zweimal oder "richtig gut" besorgen weil damit ihre Zweifel zerstreut werden. Man soll aber auch nicht den Fehler begehen und "ihr dabei ins Gesicht sehen" damit könnte er meinen das man da seine Triebe freien Lauf lassen soll. Sich einfach tierisch gebärden und dahingeben und bloß nicht nachdenken. Bloß nicht sie ansehen und vielleicht denken das man sie gerade wie ein Gegenstand benutzt oder missbraucht. Er ermahnt aber auch das man trotz des dominanten forderndem Verhalten aufpassen soll unr ihr kein Leid antun. Auf dem ersten Blick, von dem Gedicht ausgehend, hatte der Brecht für mich kein allzu gutes Bild über die Frau, von der Emanzipation ganz zu schweigen. Er hat wohl schon damals das Naturell erkannt und das viele einfaches brauchen dominant angepackt zu werden und vorallem ihnen zu sagen was sie wollen da sie ja nicht als das Entschlußfreudigste und eher als unstetes Geschlecht bekannt sind. So, nu dürft ihr mich steinigen
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#11
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Viellicht hilft der Hinweis, dass er das Sonett (klassische Liebesgedichtsform?) mit Thomas Mann (!) unterzeichnet hat, den er bekanntlich für eine ganz arme Sau hielt, weil er seiner Meinung nach nur ein unterdrückter Homosexueller war. Insofern denke ich einfach mal und unterstelle ihm auch eine gewisse Lust an der Provokation des Bürgertums.
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#12
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An manchen Zeilen besonders zum Ende hin wird aber klar, dass es mehr sarkastisch gemeint ist: Es ist bewusst überspitzt formuliert und liest sich wie eine geduldete Vergwaltigung, aber es stimmt auch, die meisten oder sehr viele Frauen wünschen sich einen eher dominanten Geliebten.
Und man muss sich mal die Zeit betrachten, in der Brecht gelebt hat und wie sein Schreibstil im Allgemeinen ist, dann ist klar, warum er so schrieb und nicht anders... Weshalb das so ist, weiss ich selbst als Frau nicht mal, das liegt wohl teils in den Genen/Gesellschaft oder wtf. |
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#13
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Hm gefällt mir jetzt nicht so..
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#14
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Zitat:
Mal so als Denkansatz |
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#15
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Du meinst, dass das, was man schön umschreibt, hier: der Titel, trotzdem im Grunde nichts andres ist oder bedeutet, wenn mans derb betitelt oder darstellt?
Kurz, Frauen wollen erst Honig ummen Mund geschmiert haben und dann hart rangenommen werden...
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