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| Auto & Motor Das interaktive Forum rund um Autos und Motorräder etc.! Hier keine 30 Zone! :-D |
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#1
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TÜV-Papiere gefälscht!
N'abend zusammen,
hab eine recht heikle Geschichte im Moment am laufen. Fangen wir mal von vorne an: Ich habe vor ca. 2 Wochen einen Gebrauchtwagen gekauft (Privatverkauf), der frisch 2 Jahre TÜV bekommen hat. Beim Straßenverkehrsamt wurde mir der Wagen auch problemlos zugelassen. Nach einigen Tagen bemerkte ich aber, dass der Wagen unterm Motor Öl verliert. Erstmal dachte ich: Die Kiste ist alt, das ist normal. Nachdem ich dann aber einige Tage später bei der Arbeit auf Ölverlust aufmerksam gemacht wurde und gesehen habe, wie sich quer über den Parkplatz eine Ölspur gezogen hat (dazu sei gesagt, es hat an dem Tag geregnet), wurde ich skeptisch. Nach der Arbeit also direkt zu nem Bekannten, der eine Werkstatt hat. Er hat festgestellt, dass der Motor einiges an Flüssigkeiten verliert und in diesem Zustand niemals TÜV bekommen hätte. Er hat mir geraten, umgehend zu versuchen vom Kauf zurückzutreten. Das hab ich natürlich versucht und direkt am Abend den Verkäufer kontaktiert. Aber wie man ja bekanntlich weiß, ist sowas bei einem Privatkauf eine recht heikle Sache... der Verkäufer hat sich quer gestellt, meint er wär im Recht und hätte auch keine Probleme damit Post vom Anwalt zu bekommen. Er wollte allerdings nochmal mit den Leuten Kontakt aufnehmen, die den Wagen repariert und übern TÜV gebracht haben. Ergebnis: "Alles in Ordnung!" - oder auch nicht. Der Wagen blieb also ab sofort stehen und ich hoffte, dass der Typ sich doch noch auf eine Rücknahme einlassen würde. Hat er aber nicht. Als wir dann einige Tage später die Unterlagen in Ruhe durchgeschaut haben, explizit die TÜV-Papiere, sind uns einige Ungereimtheiten aufgefallen... Warum kriegt denn auch ein Wagen mit solch einem erheblichen Schaden TÜV, der zudem seit 2007 abgemeldet war? Heute ging's dann also zur DEKRA, die das TÜV-Gutachten erstellt haben - angeblich. Ergebnis: Die Papiere sind gefälscht! Damit hat der Verkäufer mich dann nicht nur arglistig getäuscht sondern auch noch Urkundenfälschung betrieben. Das wollt ich also gleich ausnutzen, haben den Typen angerufen, ihm das Ergebnis mitgeteilt und ihm angeboten, die Kiste umgehend zurückzunehmen, da ich sonst Anzeige erstatte (was die DEKRA übrigens zu dem Zeitpunkt schon längst getan hat...). Sowohl Verkäufer als auch die Mechaniker haben alles geleugnet, wussten von nix und sind noch immer der festen Überzeugung sie wären im Recht. Ich hatte gehofft, er würde auf das Angebot eingehen, denn letztendlich will ich nur mein Geld zurück, sonst nix. Summa summarum geht's also morgen zur Polizei. Ob ich dadurch allerdings schnell mein Geld zurückbekomme...? Meine Frage jetzt an euch: Wer hat mit solche Sachen bereits Erfahrung? Was gibt es für Möglichkeiten? An wen kann ich mich wenden, außer an einen Anwalt? Was sollte ich als Nächstes tun? Oder kennt sich jemand vielleicht sogar mit der rechtlichen Situation aus? Besten Dank im Voraus. Viele Grüße, DeLorean |
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#2
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leider kann ich dir nicht helfen. aber ich wünsche dir viel glück mit der sache und fände es im eigenen interesse gut wenn du uns hier auf dem laufenden halten wrdest.
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#3
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Krasse Sache!
Ich hatte letztens auch mal Ärger mit der Krip wegen Papieren, allerdings nicht wegen Fälschungen, kann dir also leider auch keine genauere Auskunft geben. Aber halt uns auf alle Fälle auf dem Laufenden! |
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#4
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Also ich kenn nur den Fall, dass erst nach der HU ein Ölwechsel gemacht wurde, um den Wagen attraktiver für den Verkauf zu machen. Statt normalem Öl, hat man die Maschine aber mit Leichtlauföl gefüttert. Ist eine Dichtung verschlissen, dann dringt das leichtere Öl besser durch die Risse als normales.
Deshalb ist aber noch lange nicht die HU geschludert worden, weil zum Zeitpunkt der HU war eben der Wagen in Ordnung und die gucken nicht nach Rissen, wenn kein Anzeichen dafür vorhanden ist. Ich sach ma so, die Werkstätten/Autohäuser können sich die Prüfer aussuchen. Viele gucken einfach, wie der Kundenkreis so drauf ist. Wenn es sich lohnt, jeden Scheiß zu bemängeln, weil die meisten Kunden gleich sofort den Reparaturauftrag unterschreiben, dann ist ein strenger Prüfer willkommen. Es gibt überall aber auch Werkstätten, da stellt man das Auto nachmittags auf den Hinterhof und holt es am nächsten Tag mit ner andersfarbigen HU-Plakette ab. Is so. Geändert von Dobermann (03.03.2010 um 20:19:24 Uhr) |
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#5
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Zitat:
Hat mich etwas über 1000€ gekostet bis das Ding einigermaßen trocken war und nicht mehr (sostark) getropft hat. |
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#6
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es wird zwar dauern bis du dein geld bekommst, aber du bist ja ganz klar im recht. erstatte anzeige und lass den rest deinen anwalt machen..
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#7
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Darf ich fragen, was das für ein Verkäufer war? Also vom Wesen her? (mögliche) Herkunft? Kleidung? Verhältnisse?
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#8
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Zitat:
Angeblich hatte der Verkäufer nicht viel mit der Werkstatt zu tun, bei der das abgewickelt wurde und es wär wohl mit das erste Mal, dass die beiden zusammenarbeiten. Komisch allerdings, dass der Typ morgens um 10 Uhr problemlos Zutritt zu der Werkstatt hatte und die Abläufe im "Büro" inklusive Kaffeekochen sehr routiniert abliefen. |
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#9
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Das sollte schon alles sagen, oder nicht?
Ich meine, ich hatte ein Winterauto gesucht, wirklich ne kleine Klitsche für 1000 bis 1500 euro... also nichts wildes. Ich war bei 6 Leuten... und alle haben das irgendwie privat, aber dann doch irgendwie nebenberuflich oder irgendwie so gemacht. Im Klartext, die Leute machen das GEWERBLICH, aber da die wissen, dass die Karre bald auseinander fällt, verkaufen die als PRIVAT um aus der Gewährleistung (1 Jahr) herauszukommen. Das Auto war wahrscheinlich nie auf ihn angemeldet, oder? Genauso kommt das dann immer, als ich gefragt habe, wie lange der Wagen auf denjenigen angemeldet war... "Ähhhmmm... ja, das war so, der war auf keinen BEKANNTEN angemeldet und so,..." Danach habe ich das Gespräch beendet und habe die angezeigt, damit mal die Behörde nach dem Rechten schaut... damit nicht Leute wie Du darauf reinfallen, aber es gibt immer mehr von diesen Verkäufern. Mittlerweile lässt es sich auch nicht mehr nach der Herkunft filtern, jedoch nach den Umständen und der Herkunft des Fahrzeuges, das ist das Wichtigste! Ich für meinen Teil habe dann ein Auto AUS ERSTER Hand von einer OMA im Ruhrgebiet mit 64000 Kilometern für 350 Euro gekauft! Das nenne ich Schnapp! Gebrauchte kommen nur von eben dieser Gruppe Menschen in Frage, oder aber von einem seriösen Autohaus... alles andere ist nichts! |
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#10
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Ja, du hast natürlich recht. Generell ist es aber nunmal schwierig an ein günstiges Auto heranzukommen. Es sei denn man findet wie du einen Rentner der sein Auto loswerden will. Anders bleibt einem aber letztendlich nur übrig das Risiko einzugehen - denn aufn ersten Blick schien alles in Ordnung. Es gibt nunmal auch Leute, wo solche Geschäfte korrekt ablaufen. Sind ja nicht alle so.
Ein gewisses Restrisiko besteht aber immer und dessen war ich mir natürlich auch bewusst. Nur die Sache mit dem gefälschten TÜV plus solch einen erheblichen Schaden ist ein bisschen zu krass. Es ist nunmal traurig, dass es kaum möglich ist einen günstigen Gebrauchtwagen unter seriösen Verhältnissen zu kaufen. Wie dem auch sei. Ich war heute Morgen bei der Polizei und hab Anzeige erstattet. Sobald der Verdacht auf Urkundenfälschung bestätigt ist, haben die keine guten Karten mehr. Bis dahin soll ich erstmal abwarten, so hat mans mir empfohlen, denn in vielen Fällen fühlen sich die Betrüger dann eingeschüchtert und haben keine Lust auf noch mehr Kosten und machen den Kauf rückgängig. Andernfalls bleibt mir der Weg zum Anwalt nicht erspart. |
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#11
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Zitat:
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#12
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Zitat:
Ich konnte nicht mehr. Aber da machste nichts... und da ich noch öfter nach Polen wollte, ohne angeschossen zu werden... habe ich mir nur meinen Teil gedacht
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#13
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Die Anzahl der Autos, die nicht auf den Schrott gewandert ist, soll sich auch fünfstellig bewegen. Strafe ist auch angedroht worden, wenn se einen erwischen.
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#14
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Mal ehrlich, das war doch vorher abzusehen und es war auch eine unnötige Verschwendung von 5 Mrd. Euro Steuergeldern. Aber in Wahljahren werden ja immer die wahnwitzigsten Entscheidungen getroffen.
Im Grunde genommen wäre es doch auch viel zu schade um die ganzen noch funktionierenden Fahrzeuge. |
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#15
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Ich dachte, es geht doch nur um die Umwelt ...
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